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Vernissage – Zu laut für weiss – Farbkraft trifft Schwarzlicht – Kunstausstellung von Katrin Harder

Mit ihrer neuen Ausstellung präsentiert Katrin Harder eine begehbare Bildwelt, in der Kunst und Musik auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen. In großformatigen Arbeiten entfaltet sich eine zusammenhängende visuelle Erzählung – wie ein Buch, das die Besucherinnen und Besucher Schritt für Schritt durchblättern.
Im Zentrum steht die Kraft der Musik als unsichtbares, aber alles verbindendes Element. Die Werke machen erfahrbar, was nicht sichtbar ist: Klang, Resonanz und Emotion. Linien werden zu Spuren von Bewegung, zu Trägern von Rhythmus und Energie. Zwischen Naturmotiven, menschlichen Beziehungen und inneren Zuständen entsteht ein Spannungsfeld aus Nähe und Distanz, Zerbrechlichkeit und Stärke, Trennung und Zusammenhalt.
Die Ausstellung lebt von Perspektivwechseln: Szenen verändern ihre Wirkung je nach Blickwinkel, Licht und Abstand. So entsteht ein dynamisches Wechselspiel zwischen ruhigen, verbindenden Momenten und rauen, fast bedrohlichen Bildern. Die Betrachterinnen und Betrachter erleben etwa eine Bassistin in stiller, naher Verbundenheit – und aus einer anderen Perspektive eine isolierte Figur in unwirtlicher Landschaft, den Naturgewalten ausgesetzt. Zwei Zustände, die durch Musik miteinander verknüpft sind und zugleich ihre Gegensätze sichtbar machen.
Neben klassischen Zeichentechniken verbindet Katrin Harder unterschiedliche Stile – von realistischer Darstellung bis hin zu expressiven und grafischen Elementen. Ergänzt wird die Ausstellung durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien wie großformatiger, grundierter Wellpappe, mit handgefertigten, lackierten Rahmen und Schwarzlichtfarbe, die zusätzliche visuelle Ebenen eröffnen. Lichtwechsel und räumliche Inszenierung verstärken die Wirkung und machen die Ausstellung zu einem intensiven Erlebnis. Ergänzende skulpturale Arbeiten sowie die Einbindung realer Musikerinnen erweitern das Konzept im Raum.
Katrin Harder ist eine vielseitige Künstlerin, deren Arbeiten von präziser Beobachtung und einer tiefen Verbindung zur Musik geprägt sind. Ihre Bildsprache vereint technische Vielfalt, Ausdruckskraft und Individualität und bewegt sich zwischen Porträt, freier Linie und grafischer Verdichtung.
Die Ausstellung erzählt – bei aller Vielschichtigkeit – auch eine Geschichte der Hoffnung: eine Geschichte von Frauen, die in einer männerdominierten Welt die Töne definieren; vom Auseinanderbrechen und Wiederzusammenfinden, von Wandel und Verbindung. Musik wird dabei zur universellen Kraft, die trägt, verbindet und neue Perspektiven eröffnet.
Eine Ausstellung, die nicht nur betrachtet, sondern erlebt wird – zwischen den Tönen.
Instagram: brokenlines_art www.brokenlines-art.com
Die Ausstellung finden Sie im Obergeschoss der Scheune Bollewick auf der Tenne.
Der Eintritt ist frei.