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Ver­nis­sa­ge – Zu laut für weiss – Farb­kraft trifft Schwarz­licht – Kunst­aus­stel­lung von Kat­rin Harder

9. Oktober @ 18:00 - 23:00

Mit ihrer neu­en Aus­stel­lung prä­sen­tiert Kat­rin Har­der eine begeh­ba­re Bild­welt, in der Kunst und Musik auf ein­drucks­vol­le Wei­se mit­ein­an­der ver­schmel­zen. In groß­for­ma­ti­gen Arbei­ten ent­fal­tet sich eine zusam­men­hän­gen­de visu­el­le Erzäh­lung – wie ein Buch, das die Besu­che­rin­nen und Besu­cher Schritt für Schritt durchblättern.
Im Zen­trum steht die Kraft der Musik als unsicht­ba­res, aber alles ver­bin­den­des Ele­ment. Die Wer­ke machen erfahr­bar, was nicht sicht­bar ist: Klang, Reso­nanz und Emo­ti­on. Lini­en wer­den zu Spu­ren von Bewe­gung, zu Trä­gern von Rhyth­mus und Ener­gie. Zwi­schen Natur­mo­ti­ven, mensch­li­chen Bezie­hun­gen und inne­ren Zustän­den ent­steht ein Span­nungs­feld aus Nähe und Distanz, Zer­brech­lich­keit und Stär­ke, Tren­nung und Zusammenhalt.
 
Die Aus­stel­lung lebt von Per­spek­tiv­wech­seln: Sze­nen ver­än­dern ihre Wir­kung je nach Blick­win­kel, Licht und Abstand. So ent­steht ein dyna­mi­sches Wech­sel­spiel zwi­schen ruhi­gen, ver­bin­den­den Momen­ten und rau­en, fast bedroh­li­chen Bil­dern. Die Betrach­te­rin­nen und Betrach­ter erle­ben etwa eine Bas­sis­tin in stil­ler, naher Ver­bun­den­heit – und aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve eine iso­lier­te Figur in unwirt­li­cher Land­schaft, den Natur­ge­wal­ten aus­ge­setzt. Zwei Zustän­de, die durch Musik mit­ein­an­der ver­knüpft sind und zugleich ihre Gegen­sät­ze sicht­bar machen.
 
Neben klas­si­schen Zei­chen­tech­ni­ken ver­bin­det Kat­rin Har­der unter­schied­li­che Sti­le – von rea­lis­ti­scher Dar­stel­lung bis hin zu expres­si­ven und gra­fi­schen Ele­men­ten. Ergänzt wird die Aus­stel­lung durch den Ein­satz unge­wöhn­li­cher Mate­ria­li­en wie groß­for­ma­ti­ger, grun­dier­ter Well­pap­pe, mit hand­ge­fer­tig­ten, lackier­ten Rah­men und Schwarz­licht­far­be, die zusätz­li­che visu­el­le Ebe­nen eröff­nen. Licht­wech­sel und räum­li­che Insze­nie­rung ver­stär­ken die Wir­kung und machen die Aus­stel­lung zu einem inten­si­ven Erleb­nis. Ergän­zen­de skulp­tu­ra­le Arbei­ten sowie die Ein­bin­dung rea­ler Musi­ke­rin­nen erwei­tern das Kon­zept im Raum.
 
Kat­rin Har­der ist eine viel­sei­ti­ge Künst­le­rin, deren Arbei­ten von prä­zi­ser Beob­ach­tung und einer tie­fen Ver­bin­dung zur Musik geprägt sind. Ihre Bild­spra­che ver­eint tech­ni­sche Viel­falt, Aus­drucks­kraft und Indi­vi­dua­li­tät und bewegt sich zwi­schen Por­trät, frei­er Linie und gra­fi­scher Verdichtung.
 
Die Aus­stel­lung erzählt – bei aller Viel­schich­tig­keit – auch eine Geschich­te der Hoff­nung: eine Geschich­te von Frau­en, die in einer män­ner­do­mi­nier­ten Welt die Töne defi­nie­ren; vom Aus­ein­an­der­bre­chen und Wie­der­zu­sam­men­fin­den, von Wan­del und Ver­bin­dung. Musik wird dabei zur uni­ver­sel­len Kraft, die trägt, ver­bin­det und neue Per­spek­ti­ven eröffnet.
 
Eine Aus­stel­lung, die nicht nur betrach­tet, son­dern erlebt wird – zwi­schen den Tönen.
 
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Die Aus­stel­lung fin­den Sie im Ober­ge­schoss der Scheu­ne Bol­le­wick auf der Tenne.
Der Ein­tritt ist frei.

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